News


27.09.18 Wenn dem Gehirn die Energie wegbleibt

Wird die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung des Gehirns beeinträchtigt – etwa bei einem Schlaganfall –, werden die Nervenzellen bereits nach kurzer Zeit irreversibel geschädigt. Die neue Forschergruppe „Synapses under stress“ aus Bochum, Bonn, Düsseldorf, Jülich, Münster und Twente konzentriert sich auf die sehr früh ablaufenden Prozesse nach einer Mangelversorgung. Sprecherin des mit rund zwei Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekts ist die Neurobiologin Prof. Dr. Christine Rose von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU).

Das Gehirn ist das Organ mit dem höchsten Energieverbrauch pro Kilogramm Körpergewicht. Seine Funktion ist strikt abhängig von einer konstanten Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen. Wird der Blutfluss zum Gehirn nur für wenige Minuten unterbrochen, führt dies zu irreversiblen neuronalen Schäden. Bekanntestes Beispiel ist der Schlaganfall: Hier kommt es durch den Verschluss einer Gehirnarterie zu einer massiven Unterversorgung bestimmter Teile des Gehirns, was zum Absterben von Nervenzellen und damit zu zum Teil großen neurologischen Beeinträchtigungen führt. Im Kontext der Entwicklung solcher Hirnschäden ist dabei das Phänomen des...


25.09.18 Prof. Dr. Birgit Strodel zur W2-Professorin in der Chemie ernannt

Heute wurde Prof. Dr. Birgit Strodel zur Professorin für das Themenfeld "Multiskalenmodellierung von Proteinwechselwirkung" an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) durch den Prorektor für Forschung und Transfer, Prof. Dr. Peter Westhoff, ernannt. Prof. Strodels Berufung nach dem "Jülicher Modell" erfolgte im Rahmen einer strategischen Allianz der HHU mit dem Forschungszentrum Jülich (FZJ) im Bereich der Lebenswissenschaften.

Birgit Strodel studierte Chemie in Düsseldorf und Chapel Hill, North Carolina, was durch ein Stipendium des DAAD ermöglicht wurde. Nach dem Diplom an der HHU (2000) wurde sie 2005 über eine Arbeit zur Quantendynamik in der kondensierten Phase am Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Goethe-Universität Frankfurt am Main promoviert. Daran schloss sich eine Zeit als Post-Doc am Chemie-Department der Universität Cambridge in Großbritannien an. Seitdem forscht sie auf dem Gebiet der Proteinaggregation, die sie mittels Computersimulationen untersucht. Von 2009 bis 2015 leitete sie eine mit 1,6 Millionen Euro geförderte Nachwuchsgruppe am Institut für komplexe Systeme: Strukturbiochemie am FZJ. Seit 2011 lehrt und forscht sie als Junior-Professorin...


03.08.18 Two open PhD Student positions

The Institute of Human Genetics at the Universitätsklinikum Düsseldorf, is a multidisciplinary institute providing a platform that brings physician scientists with basic researchers together to perform competitive basic, disease-oriented research.

The laboratory for centrosome and cytoskeleton biology of the Human Genetics Institute invites applications of bright and motivated individuals for two open positions for doctoral thesis

Two PhD Student positions

The concept of the laboratory is “Identifying the tunable biochemical mechanisms of centrosomes and cilia biogenesis and target them in engineered 3D human tissues for clinical application” For further information, please visit www.centrosome-cilia-lab.com to see our publications and learn more about our research.

The position is available from September 2018. The position is based on the German TV-L salary conditions. The Universitätsklinikum Düsseldorf places strong emphasis on gender equality and seeks to increase the proportional representation of women in this field. Applications from female scientists are especially welcomed; suitably qualified women will be given preferential consideration unless other candidates clearly demonstrate superior...


28.06.18 Überraschende neue Funktionen von zellulären Natrium-Transportwegen im Gehirn entdeckt

Düsseldorfer Neurobiologinnen und -biologen sind an zwei Studien zum Hirnwasser beteiligt. In der einen Studie geht es um die Produktion des Hirnwassers, in der anderen um den Einfluss strömenden Hirnwassers auf die Bildung von Nervenzellen. Beide Studien können sich auf die Behandlung von Erkrankungen des Gehirns auswirken. Die Publikationen erschienen in den renommierten Fachzeitschriften Cell Stem Cell beziehungsweise Nature Communications.

Die Zerebrospinalflüssigkeit - umgangssprachlich das Hirnwasser - hat eine wichtige Rolle im Gehirn. Sie bettet nicht nur das Gehirn ein und federt Bewegungen und Stöße ab, sie transportiert auch Nährstoffe und Signalstoffe und spielt eine wichtige Rolle im Immunsystem.

In zwei unabhängigen Studien untersuchten internationale Forscherteams unter Beteiligung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) spezielle Aspekte des Hirnwassers. Zusammen mit Kollegen vom Helmholtz Zentrum München und der Ludwig-Maximilians-Universität München fanden sie heraus, dass neuronale Stammzellen auch durch das Vorbeiströmen des Hirnwassers zur Bildung neuer Nervenzellen angeregt werden. Verantwortlich für diesen Effekt ist das Molekül ENaC (epithelialer Natriumkanal). Durch...


27.06.18 Alzheimerforschung: Toxische Proteinklümpchen können eigenen Abbau verhindern

Viele neurodegenerative Erkrankungen wie auch die Alzheimer-Demenz werden durch die Verklumpung von bestimmten Eiweißmolekülen (Proteinen) ausgelöst. Forscherinnen und Forscher der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und des Forschungszentrums Jülich (FZJ) haben nun zusammen mit Kollegen aus den USA festgestellt, dass sich die besonders giftigen kleinen Aggregate, die sogenannten Oligomere, gegen ihren eigenen Abbau schützen und somit länger toxisch wirken können. Sie veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Chemical Science.

Oligomere sind Aggregate aus wenigen Protein-Molekülen, im Falle der Alzheimer-Demenz beispielsweise des Proteins Amyloid-beta (Aβ). Neben Oligomeren können aus diesen Proteinen auch größere Strukturen entstehen, die Fibrillen und schließlich Plaques, die sich aus Fibrillen bilden. Alle diese Stoffe sind giftig für Nervenzellen. Es ist bekannt, dass die Oligomere am gefährlichsten sind, da sie schon in besonders kleinen Mengen Nervenzellen schädigen oder sogar töten. 

Die Düsseldorfer und Jülicher Forscher um Dr. Wolfgang Hoyer vom HHU-Institut für Physikalische Biologie untersuchten zusammen mit Kollegen von der University of South Florida, wie Oligomere...


Treffer 1 bis 5 von 111

Bitte geben Sie einen Suchbegriff ein.
Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenNeuroscience Network Düsseldorf