News


08.02.20 Video: Neurobiologie der Gliazellen anschaulich erklärt

Etwa die Hälfte aller Zellen im Gehirn sind Gliazellen. Seit wenigen Jahren stehen sie vermehrt im Fokus der Forschung, da man entdeckt hat, dass sie auch eine aktive Funktion bei der neuronalen Signalverarbeitung haben. Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und die Universität des Saarlands leiten dazu ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Schwerpunktprogramm (SPP) 1757. In einem Video der Plattform dasgehirn.info wird nun allgemeinverständlich das Thema Gliazellen unter verschiedenen Blickwinkeln erläutert.

Die Neuronen sind allgemein als die aktiven Zellen bekannt, die im Gehirn ‚das Denken übernehmen‘. Doch ohne die Gliazellen gäbe es gar kein Gehirn, denn sie erst ermöglichen die Arbeit der Nervenzellen. Darüber hinaus weiß man inzwischen, dass Gliazellen auch eine aktive Rolle bei neuronalen Prozessen spielen.

Es gibt verschiedene Formen von Gliazellen im Gehirn, die dort verschiedene Funktionen übernehmen. Oligodendrozyten etwa sorgen für eine schnelle Informationsweiterleitung und schützen die „Kabelverbindungen“ zwischen den Nervenzellen. Astrozyten – sie haben ihren Namen aufgrund ihrer Sternformen – sind unter anderem für den Ionenhaushalt im Gehirn...


23.11.19 Modernste Hilfe bei chronischen Schmerzen: UKD-Neurochirurgie implantiert erstmalig in Europa neuartigen Schmerzschrittmacher

Die Klinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) hat erstmalig in Europa einen hochmodernen Schrittmacher, der weitgehend selbstständig arbeitet, bei einer Patientin implantiert.

Viele Patienten mit chronischen Schmerzen erleben eine lange Leidensgeschichte, bevor bei ihnen die richtige Therapie angesetzt werden kann. Eine Therapiemöglichkeit sind Schmerzschrittmacher, bei denen das Rückenmark durch schwache Stromimpulse stimuliert wird.

Für Prof. Dr. Jan Vesper, Leiter der Sektion Funktionelle Neurochirurgie und Stereotaxie an der UKD-Klinik für Neurochirurgie, ist das neue Gerät ein erneuter Quantensprung in der Behandlung von chronischen Schmerzen: „Wir haben nun erfolgreich – zum ersten Mal in Europa – einen Schrittmacher gegen Nervenschmerzen implantiert, der alles automatisch macht: Er empfängt die Schmerzsignale auf Rückenmarksebene, zeichnet diese Messwerte auf, speichert sie und sendet automatisch die richtigen Stromimpulse.“

Jeder fünfte Mensch in Europa leidet unter Schmerzen, die immer wieder kommen. Für rund 15 Millionen Deutsche gehören dauerhafte Rückenschmerzen, Migräne oder Nervenschmerzen zum Alltag – mit teils großen Einschränkungen der Lebensqualität, die bis hin...


21.11.19 Fünf HHU-Forscher sind „Highly Cited Researcher 2019"

Die Analyseplattform „Web of Science“ zeichnet in diesem Jahr drei Biologen und zwei Mediziner der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) aufgrund ihrer vielfach rezipierten wissenschaftlichen Publikationen als „Highly Cited Researcher“ aus. Die Auszeichnung, die in den Natur- und Sozialwissenschaften vergeben wird, wird an Forscherinnen und Forscher verliehen, die zu dem einem Prozent der am meisten zitierten Autoren des Fachgebiets zählen.

Insgesamt erhalten in diesem Jahr rund 6.300 Forscherinnen und Forscher aus beinahe 60 Ländern von „Web of Science“ das Prädikat „Highly Cited Researcher“. Von der HHU gehören dazu:

der Neurowissenschaftler Prof. Dr. Simon Eickhoff, Leiter des Institutes für systemische Neurowissenschaften; der Pflanzenforscher und Alexander von Humboldt-Professor Dr. Wolf B. Frommer, Leiter des Instituts für Molekulare Physiologie und Mitglied im Exzellenzcluster CEPLAS; der Evolutionsbiologe Prof. Dr. William F. Martin, Leiter des Instituts für Molekulare Evolution und Empfänger von zwei ERC Advanced Grants; der Pflanzenforscher Prof. Dr. Markus Pauly, Leiter des Instituts für Pflanzliche Zellbiologie und Biotechnologie und Mitglied im Exzellenzcluster CEPLAS; der Mediziner...


16.11.19 Internationale Alzheimer-Experten erörtern in Düsseldorf aktuellen Forschungsstand

Im Rahmen des „3. Düsseldorf-Jülich-Symposium on Neurodegenerative Diseases“ kamen von 12. bis 14. November internationale Alzheimer-Forscher in Düsseldorf zusammen. Organisiert wurde die Tagung von Prof. Dr. Dieter Willbold von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und dem Forschungszentrum Jülich (FZJ) sowie von Prof. Dr. Thomas van Groen von der University of Alabama at Birmingham, USA. Die Tagung wurde von der Alzheimer Forschung Initiative e.V. und der Joachim Herz Stiftung unterstützt.

Rund um das Themenfeld „neurodegenerative Erkrankungen“ gibt es ein breites Spektrum von wissenschaftlichen Themen. Diese decken sowohl Grundlagenforschung als auch diagnostische und therapeutische Aspekte ab. Bereits zum dritten Mal kamen in Düsseldorf Forscherinnen und Forscher aus Europa, Nordamerika und Israel zusammen, um sich über ihre aktuellen Ergebnisse im Bereich der Alzheimer-Demenz und anderer Erkrankungen, wie zum Beispiel Parkinson, auszutauschen.

Prof. Dr. Lary C. Walker von der Emory University in Atlanta sprach in seinem Beitrag über die sogenannte Amyloid-Kaskaden-Hypothese, die eine wichtige Rolle in der Forschung und Therapieentwicklung zur Alzheimer-Demenz spielt: Nach ihr löst eine...


17.09.19 Neues Medikament zur Behandlung der Multiplen Sklerose

An Multipler Sklerose, einer chronisch entzündlichen Erkrankung von Hirn und Rückenmark, leiden weltweit mindesten 2,5 Millionen Patienten. Unmittelbar vor Beginn des jährlich größten MS-Kongresses (ECTRIMS) in Stockholm, wurden online zwei klinische Studien veröffentlicht, die die Wirksamkeit eines neuen Medikaments, Ozanimod, bei der Behandlung von schubförmiger Multipler Sklerose belegen.

Ozanimod ist ein sog. Sphingosin-1Phosphat-Rezeptor Modulator. Die Sphingosin- 1-Phosphat- Rezeptoren sind in unterschiedlichen Klassen im gesamten Organismus vertreten, so z.B. auf Lymphozyten, im Reizleitungssystem des Herzens, auf Gliazellen und Neuronen des zentralen Nervensystems. Das oral wirksame Ozaminod zeichnet sich dadurch aus, dass es spezifisch mit hoher Affinität an den Sphingosin- 1-Phosphat-Rezeptor 1 und 5 bindet. Der wesentliche Wirkmechanismus ist die Arretierung von Lymphozyten im Lymphknoten, so dass diese Zellen weder in die Blutbahn noch im Rahmen der Multiplen Sklerose in Gehirn oder Rückenmark einwandern und dort ihre schädliche Wirkung entfalten können.

Die jetzt in der Zeitschrift Lancet Neurology online veröffentlichten Arbeiten stellen die Ergebnisse von zwei ...


Treffer 1 bis 5 von 133

Bitte geben Sie einen Suchbegriff ein.
Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenNeuroscience Network Düsseldorf