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27.11.17 Prof. Dr. Eickhoff und Prof. Dr. Hartung unter den drei "Highly Cited Researchers 2017" der HHU

Die Analyseplattform „Web of Science“ zeichnete einen Biologen und zwei Mediziner der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) aufgrund ihrer vielfach rezipierten wissenschaftlichen Publikationen als „Highly Cited Researcher“ aus. Die Auszeichnung wird vergeben, wenn man zu dem einem Prozent der am meisten zitierten Autoren seines Fachgebiets zählt.

Insgesamt wurden in diesem Jahr rund 3.300 Forscherinnen und Forscher aus rund 900 Institutionen von „Web of Science“ mit dem Prädikat „Highly Cited Researcher“ ausgezeichnet. Von der HHU gehören dazu:

der Neurowissenschaftler Prof. Dr. Simon Eickhoff, Leiter des Institutes für systemische Neurowissenschaften;der Pflanzenforscher und Alexander von Humboldt-Professor Wolf B. Frommer, Leiter des Instituts für Molekulare Physiologie;der Neurologe Prof. Dr. Hans-Peter Hartung, Direktor der Klinik für Neurologie.

In die Auswertung gehen mehr als zehn Millionen Artikel aus über 11.000 hochrangigen Publikationen ein, die seit dem Jahr 2004 veröffentlicht wurden. Getrennt nach 21 Fachgebieten wurden daraus diejenigen Publikationen identifiziert, die am meisten in anderen Artikeln zitiert wurden. Aus diesen insgesamt 130.000 Artikeln wiederum ergibt sich die Liste...


21.11.17 Internationale Therapiestudie: Wirksamkeit von Immunglobulinen bei der Immunneuropathie CIDP

Bei den sog. immunvermittelten Polyneuropathien ist die häufigste die Chronisch Inflammatorische Demyelinisierende Polyneuropathie (CIDP). In der international renommierten Zeitschrift Lancet Neurology ist gerade die größte jemals durchgeführte Therapiestudie zu dieser Erkrankung erschienen.

Polyneuropathien sind häufige Erkrankungen, bei der mehrere Nerven des Körpers betroffen sind. Sie machen sich klinisch durch Kribbelmissempfindungen, Schmerzen, Taubheitsgefühle und Muskelschwäche bemerkbar. Häufige Ursachen sind Diabetes mellitus, Alkoholmissbrauch, Fehlernährung und Medikamentennebenwirkungen. Daneben gibt es die Gruppe der sog. immunvermittelten Polyneuropathien, von denen die häufigste die sog. CIDP ist. Sie ist gekennzeichnet durch eine sich subakut bis chronisch, d.h. über mindestens zwei Monate bis Jahre entwickelnde motorische und sensible Nerven betreffende Symptomatik wie Lähmungen und Taubheitsgefühl,  die mit erheblicher Behinderung vergesellschaftet ist.

In der in Lancet Neurology aktuell publizierten Studie wurden zwischen 2012 und 2016 wurden in 69 Zentren Nordamerikas, Europas, Israels, Australiens und Japans 172 Patienten untersucht. Die Fragestellung lautete, ob bei Patienten...


13.11.17 Gliazellen im Fokus von Neurowissenschaftlern

Gliazellen sind neben den Neuronen die Grundbausteine des Gehirns. Unter Koordination des Instituts für Neurobiologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und der Universität des Saarlandes untersuchen Wissenschaftler aus neun deutschen Universitäten und mehreren weiteren Forschungsinstituten die Funktion dieser Zellen, deren Bedeutung erst in den letzten Jahren erkannt wurde. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert sie im Schwerpunktprogramm SPP 1757 bis zum Jahr 2021 mit sechs Millionen Euro. Mit einer Tagung in Zons begann Ende Oktober offiziell die zweite Förderperiode des Schwerpunktprogramms.

Unser Gehirn besteht im Wesentlichen aus zwei Zelltypen, den Nervenzellen (Neuronen) und den sogenannten Gliazellen. Eine große Zahl unterschiedlicher Neuronen ist nötig, um die vielfältigen und komplexen Aufgaben des Gehirns zu erfüllen. Die Neuronen sind in Form und Funktionsweise der jeweiligen Aufgabe angepasst. Sie sind mit ihren Spezifikationen bereits sehr gut untersucht.

Gliazellen schenkte man hingegen lange Zeit wenig wissenschaftliche Aufmerksamkeit. Sie galten vor allem als Stützstrukturen, welche die Neurone mit Nährstoffen versorgen, Abfälle entsorgen und die Signalweiterleitung...


13.11.17 Kochsalzaufnahme spielt keine Rolle bei Multipler Sklerose

In jüngerer Zeit wurde von einigen Arbeitsgruppen mitgeteilt, dass Kochsalz (Natriumchlorid) potentiell die Aktivität und das Fortschreiten dieser Erkrankung beeinflussen könnte, möglicherweise über eine Änderung der Differenzierung von krankheitsursächlichen T-Lymphozyten.

Die Multiple Sklerose (MS) ist die häufigste entzündliche Erkrankung des  zentralen Nervensystems. Weltweit leiden mindestens 2,5 Millionen Patienten an dieser chronischen Erkrankung, die zu erheblicher und dauerhafter neurologischer Behinderung führen kann. Die Erkrankung gilt als Autoimmunkrankheit, die in Folge fehlgeleiteter Immunreaktionen gegen molekulare Bestandteile neuraler Strukturen entsteht.

In einem Tiermodell der Erkrankung, der experimentellen autoimmunen Enzephalomyelitis (EAE) wurde ein deutlich aggressiverer Krankheitsverlauf berichtet, wenn Versuchstiere einer sehr kochsalzreichen Ernährung ausgesetzt waren.

Die BENEFIT-Studie war eine internationale multizentrische doppelblinde placebokontrollierte Studie, die bei 468 Patienten mit einem ersten klinisch MS-verdächtigen  neurologischen Ereignis den Effekt des Präparates Interferon-ß1 auf die Zeit bis zum nächsten Ereignis und damit  der gesicherten...


19.10.17 Multiple Sklerose Forschung: "Oligodendrozyten aus Stammzellen"

In einem internationalen Projekt zwischen Stammzellforschern der Heinrich-Heine-Universität unter der Leitung von Prof. Dr. Patrick Küry (Klinik für Neurologie) und Prof. Dr. James Adjaye (Institut für Stammzellforschung und Regenerative Medizin) mit Unterstützung von britischen und chilenischen Wissenschaftlern gelang es, aus neuralen Stammzellen Oligodendrozyten, zu generieren.

Das Besondere: Dies geschah nicht mit Hilfe genetischer Manipulation, sondern durch eine zielgerichtete Anregung der Oligodendrogenese und ist daher für einen möglichen Zellersatz bei Multipler Sklerose (MS) von großem Interesse.

Diese Autoimmunerkrankung betrifft das Zentralnervensystems (ZNS) und zeichnet sich durch den Verlust eines bestimmten Gliazelltyps - der Oligodendrozyten - aus. Nach heutigen Erkenntnissen bilden Gliazellen ein Stützgerüst für Nervenfasern und sorgen durch ihre Umhüllung für deren elektrische Isolation. Die hochspezialisierten Oligodendrozyten ermöglichen die elektrische Isolierung der Nervenfasern, wodurch die Signalausbreitung in unserem Gehirn und unserem Rückenmark beschleunigt wird. Wenn Oligodendrozyten beschädigt oder zerstört werden, werden die davon betroffenen Nervenfasern anfällig und...


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