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Symbolbild Neurone im Raum

Wissen zum Frühstück: Neurodivergenz bei Mädchen und Frauen

Wissen zum Frühstück: Neurodivergenz bei Mädchen und Frauen

Referent*in: Prof. Dr. Leonhard Schilbach  (HHU), Prof. Dr. Anke Hinney (Universität Duisburg-Essen)

Autismus und ADHS werden nach wie vor häufiger bei Jungen und Männern diagnostiziert. Das liegt auch daran, dass Forschung, Diagnostik und öffentliche Wahrnehmung lange an eher männlich geprägten Erscheinungsbildern orientiert waren: Bei Autismus stehen häufig sichtbare Schwierigkeiten in sozialer Kommunikation und Interaktion im Vordergrund, bei ADHS motorische Unruhe oder Impulsivität. Bei Mädchen und Frauen können sich neurodivergente Entwicklungsprofile anders zeigen – etwa durch kompensatorische Strategien, „Masking“, innere Unruhe, Erschöpfung, hohe soziale Anpassungsleistungen oder begleitende Ängste und Depressionen. Dadurch bleiben Autismus und ADHS teilweise unerkannt oder werden später diagnostiziert. Wie kann eine geschlechtersensible Medizin dazu beitragen, diagnostische blinde Flecken zu reduzieren und Behandlungen wirksamer zu gestalten? Prof. Dr. Anke Hinney, Co-Gründerin und Direktorin des Instituts für geschlechtersensible Medizin an der Universität Duisburg-Essen und Prof. Dr. Leonhard Schilbach, Chefarzt der Abteilung für Allgemeine Psychiatrie 2 und stellvertretender ärztlicher Direktor am LVR-Klinikum Düsseldorf, informieren in kurzen Impulsvorträgen über aktuelle Forschung und freuen sich auf anschließende Gespräche bei Kaffee und Gebäck.
 

Um eine vorherige Anmeldung wird gebeten an buergeruni(at)hhu.de.

ICS

Details

14.11.2026, 11:00 Uhr - 13:00 Uhr